Gesundheit und Medizin

Organe der Frau

Scheide (Vagina), Gebärmutter (Uterus) und Eierstock (Ovar) von vorn und eröffnet dargestellt.

Die Gräfenberg-Zone, (G-Zone, G-Punkt, G-Spot) ist eine erogene Zone in der Vagina. Diese Zone wird nach dem Entdecker, dem deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg benannt, und von den US-amerikanischen Wissenschaftern John D. Perry und Beverly Whipple zu Ehren Gräfenbergs als G-Punkt bezeichnet.
Man kann diese erogene Zone auch als intensive Lustzone der Frau bezeichnen, da ihre Stimulierung zu einem intensiveren und lustvolleren Orgasmus führen kann, als die der Klitoris. Viele Frauen lernen dieses Lustempfinden aus Unwissenheit nicht kennen, auch ist das Lustgefühl von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei manchen Frauen führt eine Stimulation sehr schnell zum Orgasmus, andere empfinden diese jedoch als wenig oder nicht erregend.

G-Zone und Ejakulation der Prosttata feminina

Die G-Zone befindet sich an der Vorderwand der Scheide zur Bauchdecke hin und ist etwa 5 cm vom Scheideneingang entfernt. Das Gewebe ist an dieser Stelle des G-Punkt gerippt oder fühlt sich etwas rauh an, während die übrige Scheidenwand glatt ist. Im Bereich der G-Zone liegt nach Gräfenberg die Prostata feminina, deren Drüsengewebe bei sexueller Stimulation Sekrete produziere und in der Folge zur weiblichen Ejakulation führen könne. Jedoch werden üblicherweise die Paraurethraldrüsen, oder auch Skene-Drüsen genannt, als Prostata feminina bezeichnet.

Der G-Punkt ist, so die Ansicht vieler Sexualwissenschafter, nicht immer gleich groß. Abhängig von der ursprünglichen Größe der Skene-Drüsen und dem Zeitpunkt des letzten sexuellen Kontaktes scheint sich die Größe der G-Zone zu ändern.
Bei trockener Scheide wird die Stimulation dieser Region als unangenehm empfunden. Erst nach erhöhtem Lustempfindenist die Reizung dieses Bereichs erregend, in den Skene-Drüsen bildet sich Flüssigkeit.
Für den Orgasmus spielt bei Frauen die Stimulation der erogenen Zonen innerhalb der Vagina eine besondere Rolle. Dieser erreichte Orgasmus wird vaginaler Orgasmus genannt und ist noch umstritten ob er sich wirklich vom klitoralen Orgasmus unterscheidet.

natomie Vulva mit Klitoris, Harnblase mit Harnröhre und weibliche Prostata, Gebärmutter mit Eileiter und Eierstöcke: 1 = Uterus, 2 = Ovar, 3 = Eileiter, 4 = Vagina, 5 = Harnblase, 6 = Harnröhre, 7 = Prostata femina, 8 = Eichel der Klitoris, 9 = Schwellkörper der Klitoris, 10 = Schenkel der Klitoris, 11 = Scheideneingang, 12 = Klitorisvorhaut, 13 = Schamlippen; Schwellgewebe der weiblichen Prostata mit Freudenfluss bei sexueller Erregung.
Klitoris und weibliche Prostata im Normalzustand und bei der Erregung.
Schnitt durch das weibliche Becken; der G-Punkt (G-Zone, Gräfenberg-Zone) in der Vagina ist vergrößert hervorgehoben.

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