Gesundheit und Medizin

Uterusmyome und Gebärmutterkrebs

Die Hauptfunktion des weiblichen Geschlechtsorgans Gebärmutter (Uterus) ist die Aufnahme des Embryos und später die Beherbergung des Feten während der Schwangerschaft. Der  Uterus hat eine  auf dem Kopf stehende Birnenform mit zwei seitlichen Ausläufern, die Eileiter. Sie ist ein Hohlorgan, das aus den Abschnitten Gebärmutterfundus (Fundus uteri), Gebärmutterkörper (Corpus uteri), Gebärmutteristhmus (Isthmus uteri), Gebärmutterhals (Cervix uteri) und den Muttermund (Portio) besteht. Das Innere des Uterus wird als Gebärmutterhöhle (Cavum uteri) bezeichnet, die die Schleimhaut des Uterus (Gebärmutterschleimhaut, Endometrium) enthält.

Gebärmutter Uterus Muttermund und Eileiter Eierstock der Frau
Schnittdarstellung durch Vagina (Scheide), Uterus (Gebärmutter) mit Eileiter (Tube) und Ovarien, Muttermund (Zervix, Cervix uteri).
Scheide (Vagina) mit Gebärmutter (Uterus), Eileiter (Ovidukt, Tuba uterina, Tuba fallopii) und Eierstöcke (Ovarien).

Die Uterusschleimhaut (Gebärmutterschleimhaut, Endometrium) ist die Schleimhaut, die das Innere der Gebärmutter (Uterus) ausgekleidet. Das Endometrium ist an die Funktion der Gebärmutter angepasst, die Schleimhaut wird im Laufe des Menstruationszyklus so aufgebaut, dass sie gegebenenfalls eine befruchtete Eizelle beherbergen kann. Wenn dies nicht eintritt, wird die Uterusschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Menstruationsblutung. Die Schleimhaut im Uterus verändert sich im Verlauf des weiblichen Zyklus.

Myome, Geschwulst in der Gebärmutter

Myome sind gutartige Tumore, sie verursachen bei etwa 25 Prozent der betroffener Frauen keine Symptome. In allen anderen Fällen lösen sie Beschwerden aus. Myome  in der Gebärmutter werden meist zufällig bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt entdeckt.
Die Gebärmuttergeschwulst (Myome) im Uterus sind knotige Wucherungen, die sich überall in der Muskelschicht der Gebärmutter entwickeln können. Das Wachstum der Myome wird durch weibliche Geschlechtshormone, vor allem durch Östrogen, stimuliert. Es kommen die gutartigen Tumore bzw. gutartige Gebärmuttergeschwulst meistens bei Frauen im gebärfähigen Alter vor. Die seltene bösartige Form des Myoms wird als Myosarkom bezeichnet.

Gebärmutterschleimhautkrebs des Uterus

Der Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom, Gebärmutterkrebs, Uteruskarzinom, KorpuskarzinomCarcinoma corporis uteri) ist eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut, die häufigste maligne Erkrankung des Genitaltraktes bei der Frau. Es handelt sich um einen von der inneren Schleimhautschicht des Uterus ausgehenden Tumor der Gebärmutter.
Meist geht das Endometriumkarzinom vom Fundus uteri aus, den breiten Teil der Gebärmutter zwischen den Tubenöffnungen, der das Dach der Uterushöhle bildet. Man unterscheidet ein exophytäres Wachstum (der Tumor wächst in Richtung Lumen des Uterus) von einem endophytären Wachstum (der Tumor wächst in die Muskulatur des Uterus hinein).

Zervixkarzinom der Gebärmutter

Das Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs, Carcinoma cervicis uteri, Kollumkarzinom) ist ein bösartiger (maligner) Tumor des Gebärmutterhalses (Cervix uteri). Das Karzinom verursacht anfangs keine Schmerzen, gelegentlich treten leichte Schmierblutungen auf. Wenn der Tumor größer wird und mit Geschwürbildung zerfällt, kommt es zu einem fleischwasserfarbigem, süßlich riechendem Ausfluss. Man muss unterscheiden zwischen der Krebserkrankung des Gebärmutterhalses und der Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers, da die beiden Tumorarten jeweils von einem anderen Gewebe ausgehen.
Eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HBV) ist Voraussetzung zur Entstehung eines Zervixkarzinoms. Dabei ist das Virus nicht alleiniger Verursacher. HPV wird durch Sexualkontakte übetragen.

Humane Papillomviren (HPV) gehören zu den sexuell übertragbaren Erregern. Besonders die Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18 können Zellveränderungen verursachen. Humane Papillomviren infizieren Epithelzellen der Haut und verschiedener Schleimhäute, so auch die der Gebärmutter. Die Viren können ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum bei infizierten Zellen hervorrufen. Eine Impfung gegen den Krebs ist möglich und wird allgemein empfohlen – Empfehlung der Impfung in Deutschland für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren.

Gebärmutterhalskrebs Zervixkarzinom der Gebärmutter Uterus durch humane Papillomviren HPV
Zervixkarzinom, Gebärmutterhalskrebs durch HP-Viren. Diese ist häufig bösartig und wird auch als Uteruskrebs, Gebärmutterkrebs bezeichnet. Das Zervixkarzinom (Carcinoma cervicis uteri, Kollumkarzinom, Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs) ist ein maligner Tumor des Gebärmutterhalses (Cervix uteri). Eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomvirus (Humaner-Papillome-Virus, HPV Typ 16 und 18) ist Voraussetzung zur Entstehung dieser Erkrankung.
Krankheit Gebärmutter Uterus, Myome Uterus-myomatosus
Darstellung verschiedener Uterus-Myome (Myoma uteri) in einer Abbildung. Sie sind meist gutartige (benigne) Tumore, die das Muskelgewebe des Uterus (Myometrium) betreffen.

Wichtige Erkrankungen der inneren Geschlechtsorgane (Organa genitalia feminina, Genitalien, Fortpflanzungsorgane, Sexualorgane) der Frau sind: Scheidenpilz, Chlamydieninfektion, Bakterielle Vaginose, HPV-Infektion, Eierstockentzündung und Eileiterentzündung, Eierstockzysten, Gebärmuttermyom, Endometriose, Syphilis, Tripper, Weicher Schanker, Feigwarzen, Genitalherpes, Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Scheidenkrebs; beim sekundären Geschlechtsmerkmal der Frau, der Brust (Mamma), der Brustkrebs (Mammakarzinom).

Bilder: © MediDesign Frank Geisler

Die Bilder können direkt über das Bildarchiv www.medical-pictures.de erworben werden.

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