Gesundheit und Medizin

Heuschnupfen durch Pollenallergie

Immunreaktion der Schleimhaut durch Pollen bei Pollenallergie; Aktivität der Organe und Gewebe bei Allergischer Rhinitis. Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit (Sensibilisierung) des Körpers gegen bestimmte Stoffe, wobei das Abwehrsystem (Immunsystem) auf Substanzen (Allergene, Eiweiße aus Pollen) reagiert. Eine Abwehrzelle nimmt das Allergen auf und präsentiert es einem T-Lymphozyten, welcher daraufhin B-Lymphozyten anregt, sich zur Bekämpfung des Eindringlings umzubauen.

Beim Heuschnupfen oder Allergische Rhinitis (Rhinitis allergica, Pollinose) handelt es sich um eine durch Allergie bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), welche oft von weiteren Erkrankungen der Atemwege begleitet wird, wie Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und Asthma bronchiale.

Unter dem Oberbegriff Allergische Rhinitis werden der von der Saison abhängige Heuschnupfen, die ganzjährige Hausstauballergie und auch die berufsbedingte allergische Rhinitis zusammengefasst.

Tränende Augen, verstopfte Nase, Niesattacken

Der Heuschnupfen (allergische Rhinitis) gepaart mit tränenden, juckenden und geröteten Augen (allergische Bindehautentzündung) ist für rund 50 Prozent aller Allergiker unwillkommener Frühlingsbote. Um die Symptome in Schach zu halten, sollte bereits rechtzeitig vor Beginn der Allergiesaison mit der Behandlung begonnen werden.
Die Heuschnupfen-Saison beginnt bereits im Januar mit den ersten Haselnusspollen und Erlenpollen und endet meist im im Herbst. Allergische Rhinitis ist auch bei Kindern häufig, lt. Schätzungen sind 10 bis 20 Prozent der Kinder im Schulalter betroffen. Dabei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit des Körpers auf Eiweißkomponenten bestimmter Blütenpollen. Die Symptome treten nur während der Blüteperiode der Pflanzen auf und werden daher, je nach Allergie, zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgelöst.

Zu den Symptomen des Heuschnupfens (allergische Rhinitis) gehören:
– Eine rinnende und/oder verstopfte Nase, Niesattacken;
– tränende, brennende, juckende oder lichtempfindliche Augen;
– geschwollene Augenlider.
Auch Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen gehören oft zu den begleitenden Auswirkungen. Der in der Bevölkerung übliche Begriff Heuschnupfen ist generell irreführend. Allergiker sind in den meisten Fällen gegen verschiedene Substanzen allergisch bzw. kommt es zu sog. Kreuzallergien, u.a. auch mit Nahrungsmitteln. Viele Allergiker leiden deshalb auch ganzjährig unter Beschwerden.

Tipps zur Linderung der Symptome

– Wechseln Sie Ihre Kleidung wenn Sie nach Hause kommen und waschen Sie diese häufig.
– Waschen Sie Ihre Haare während starker Allergiebelastung täglich. Am besten abends, so ist ein ruhiger Schlaf eher möglich.
– Lüften Sie die Wohnräume bei eher geringer Pollenbelastung. In ländlichen Gebieten in den Abendstunden, in der Stadt hingegen am Morgen.
– Augentropfen und Nasensprays aus der Apotheke schaffen Erleichterung; Sie wirken am besten, wenn bereits 1 bis 2 Wochen vor der Allergiebelastung mit der Behandlung begonnen wird. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
– Als Nahrungsmittel verwenden Sie möglichst Produkte ohne Konservierungsmittel.

Häufigste Auslöser der Allergischen Rhinitis sind eiweißhaltige Pollen von Ambrosia, Beifuß, Birke, Buche, Gräser, Eiche, Erle, Esche, Gänsefuß, Goldrute, Hasel, Liguster, Linde, Lupine, Nessel, Pappel, Platane, Roggen, Rosskastanie, Sauerampfer, Ulme, Wegerich, Wegwarte und Weide.

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