Gesundheit und Medizin

Magen-Darm-Erkrankungen

Histologischer Bau Zwölffingerdarm (Duodenum), Bild links, Dickdarm (Intestinum crassum), Bild rechts, und Mastdarm (Rektum), rechts unten: 1 = Zotten (Villi intestinales), 2 = Schleimhaut (Tunica mucosa), 3 = Bindegewebe (Tela submucosa), 4 = Brunner-Drüsen (Glandulae duodenales), 5 = Muskulatur (Tunica muscularis), 6 = Becherzellen (Drüsenzellen zur Bildung des Gleitschleimes), 7 = Serosa

Bauchschmerzen sind keine Krankheit, doch stellen sie zumeist das Leitsymptom der meisten Magen-Darm-Erkrankungen dar.

Gastroösophagealer Reflux

Gastroösophagealer Reflux ist der Rückfluss von saurem Mageninhalt vom Magen (Gaster) in die Speiseröhre (Ösophagus). Sodbrennen ist ein Reflux-Symptom. Als funktionelle Gründe für die Problematik gelten beispielsweise ein Hochstand des Magens oder des Zwerchfells oder ein Zuviel an Magensäure.

Magengeschwür

Ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi), ein Defekt der Magenschleimhaut, ist eine tiefe Wunde des Magens durch ein Übermaß an Magensäure. Oft ist auch eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori verantwortlich für ein Geschwür. In der Schleimhautschicht des Magens findet das Bakterium ideale Lebensbedingungen, es bildet einen Stoff, der in den Stoffwechsel der Magenschleimhautzellen eingreift und indirekt dafür sorgt, dass zu viel Magensäure produziert wird – was zu chronischen Entzündungen führt.

Magen-Darm-Infektionen

Als Magen-Darm-Infektionen (Gastroenteritis) werden Erkrankungen bezeichnet, die sich hauptsächlich durch Symptome im oberen Magen-Darm-Trakt äußern. Eine Darmentzündung ist eine durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen hervorgerufene entzündliche Erkrankung des Darmes.

Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bei der vor allem die oberflächlichen Schleimhautschichten im Darm betroffen sind. Es entstehen entzündliche Geschwüre, die leicht bluten. Typische Krankheitszeichen sind blutiger Stuhl, Durchfälle und Leibschmerzen.

Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann. Diese geschwürige, chronische Entzündung tritt bei den meisten Betroffenen im letzten Abschnitt des Dünndarms auf. Morbus Crohn wird als Autoimmunerkrankung der Darmschleimhaut klassifiziert.

Darmkrebs

Darmkrebs ist ein bösartiger (maligner) Tumor des Darmes. Erbliche Veranlagung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und eine ballaststoffarme Ernährung sind Risikofaktoren und begünstigen den Darmkrebs

Darmpolypen

Darmpolypen sind in den Hohlraum des Dickdarms (Colon) hineinragende Schleimhautgeschwulste. Bei der Hälfte der Patienten finden sich die gutartige Geschwulste im Enddarm (Mastdarm, Rektum). Adenome wachsen und können sich zu Vorstufen von Dickdarmkrebs entwickeln.

Magen-Darm-Infektionen

Hämorrhoiden bestehen aus stark durchblutetem Gewebe, ein arteriovenöses Gefäßpolster. Gewöhnlich spürt man Hämorrhoiden nicht, erst nach krampfaderartiger Erweiterung, oder das Gewebe aus dem After hervor tritt, kommt es zu Beschwerden. Typische Symptome sind Juckreiz, Nässen und Brennen am After, bis hin zu hellem Blut auf dem Stuhl und starken Schmerzen.

Magen mit Rückfluss von saurem Mageninhalt (Reflux, Sodbrennen). Zu viel Magensäure und Beeinträchtigung des Schließmuskels zur Speiseröhre sind wichtige Ursachen von Sodbrennen.
Magengeschwür (Ulcus ventriculi), häufigste Ursache ist eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) durch Bakterium Helicobacter pylori.
Darmschleimhaut mit pathogene Mykoflora; Colitis ulcerosa, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung.
Morbus Crohn, eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann; Darmkrebs, bösartiger (maligner) Tumor des Darmes.
Morbus Crohn, eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt auftreten kann; Darmkrebs, bösartiger (maligner) Tumor des Darmes.

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