Anatomie Mensch

Das Knochenskelett eines Menschen

Das Skelett (Skeletos) ist eine Stützstruktur im Inneren des Körpers, es besteht aus etwa 206 Knochen und wird in einen axialen und einen Extremitätenteil unterschieden. Das menschliche Skelett braucht mehrere Jahre, bis es vollständig entwickelt ist. Obwohl der Oberarmknochen (Humerus) bereits im Mutterleib (8. Woche) verknöchert (ossifiziert), ist das Skelett erst um das 20. Lebensjahr herum vollständig entwickelt.
Das menschliche Skelett gliedert sich in die Knochen des Stammes und der Extremitäten. Das Stammskelett umfasst die Knochen des Kopfes und des Rumpfes, während das Skelett der Extremitäten aus den Knochen vom Schultergürtel und Beckengürtel und denen der freien Teile der oberen und unteren Extremität besteht.

Gestalt des menschlichen Körpers mit Skelett und Darstellungen der Wirbelsäule (Columna vertebralis).

Kopf und Schädel des Menschen

Die Grundlage des Kopfes (Caput) bildet der Schädel (Cranium), zu dem auch das Zungenbein (Os hyoideum) und die Gehörknöchelchen (Ossicula auditus) gerechnet werden. Der Gehirnschädel (Neurocranium) umschließt die Schädelhöhle (Cavitas cranii), in der sich das Gehirn (Cerebrum) befindet. Der Gesichtsschädel (Viszerocranium) besteht eigentlich aus dem Nasenskelett und Kieferskelett. Er besitzt als einzige äußere bewegliche Verbindung das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis).

Der Hals stellt das bewegliche Verbindungselement des Kopfes zum Rumpf dar. Daraus resultiert, dass funktionell gesehen Kopf und Hals eine Einheit bilden. Die volle Inanspruchnahme der Kopfbewegungen erfolgt durch die abgestufte Einbeziehung der Wirbelsäule.

Rumpfskelett mit Wirbel und Rippen

Das Rumpfskelett wird von Wirbel (Vertebrae), Rippen (Costae) und dem Brustbein (Sternum) gebildet. Das Skelett besitzt Stützfunktionen für den Rumpf und die Extremitäten, liefert Ursprungsstellen und Ansatzstellen für die Skelettmuskulatur und Gelenkkörper für seine Beweglichkeit. Die Schädelknochen umgeben schützend das Gehirn, die Wirbel das Rückenmark, der Brustkorb bildet einen Schutz für die Brustorgane und das Becken für die Beckeneingeweide. In den Markhöhlen im Innern der Knochen befindet sich das Knochenmark. Die Anzahl der das Skelett bildenden Knochen verändert sich während des Lebens. Einige, die ursprünglich getrennt angelegt werden, vereinigen sich im Verlauf der Skelettentwicklung miteinander.

Skelett Kopf, Knochen Schädel Schädelknochen
Kopf, Schädelknochen von vorn und seitlich.
Skelett, Rumpfskelett mit oberen Extremitäten.
Skelett, knöchernes Becken (Pelvis), bestehend aus den beiden Ossa coxae und dem Os sacrum, das die Wirbelsäule nach kaudal fortsetzt und den Beckenring nach dorsal verschließt; untere Extremitäten, Gliedmaßen Beine mit Fuß.

Die Anzahl der Knochen im Skelett

Im mittleren Lebensalter besteht das Skelett eines Menschen aus mehr als 200 einzelnen Knochen. Die Wirbelsäule (Columna vertebralis) setzt sich aus 24 Wirbeln (Vertebrae), dem Kreuzbein (Os sacrum) und dem Steißbein (Os coccygis) zusammen. Das Kreuzbein bildet sich durch die Verschmelzung von fünf einzelnen Wirbeln, das Steißbein entsteht aus zwei bis sieben Wirbelrudimenten. Zum Stammskelett gehören außerdem das Brustbein (Sternum) und die zwölf Rippenpaare (Costae). Das Kopfskelett, der Schädel (Cranium), besteht insgesamt aus 33 einzelnen Knochen, davon werden 15 dem Hirnschädel und 18 dem Gesichtsschädel zugeordnet. Zum Schultergürtel gehören jeweils rechts und links das Schlüsselbein (Clavicula) und das Schulterblatt (Scapula). Die obere Extremität wird gebildet vom Oberarmbein (Humerus), der Speiche (Radius), der Elle (Ulna), acht Handwurzelknochen (Ossa carpi), fünf Mittelhandknochen (Ossa metacarpalia I-V) und vierzehn Fingerknochen (Ossa digitorum manus).
Zum Beckengürtel gehört das Hüftbein (Os coxae) und zum Skelett einer freien unteren Extremität das Oberschenkelbein (Femur), die Kniescheibe (Patella), das Wadenbein (Fibula), das Schienbein (Tibia), sieben Fußwurzelknochen (Ossa tarsi), fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia I-V) und vierzehn Zehenknochen (Ossa digitorum pedis).

Knochen Knochenskelett Struktur Knochengewebe Knochenzellen Osteozyten
Aufbau eines Lamellenknochens mit Knochenmark; Struktur wie ein Schwamm aufgebaute Knochenbälkchen (Trabekel); Histologie Knochengewebe, Knochenzellen Osteoblasten und Osteozyten.

Als Knochen oder Knochengewebe bezeichnet man eine besonders harte Form des Bindegewebes und Stützgewebes, welche das menschliche Skelett bildet.
Das Knochengewebe besteht aus einem Netzwerk von Knochenzellen (Osteozyten), welche von einer extrazellulären Hartsubstanz umgeben ist.
Der Knochen wird an seinen Außenflächen von einer straffen Bindegewebshaut, dem Periost umgeben. Darunter findet sich die Rindenschicht aus Substantia compacta besteht. Weiter innen geht die Substantia compacta in ein Gerüst aus Knochenbälkchen, die Spongiosa (Substantia spongiosa) über. Der Hohlraum zwischen den Knochenbälkchen bildet die Markhöhle (Cavum medullare) des Knochens, die vom Endost ausgekleidet wird.

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