Anatomie Mensch

Vordere Rumpfwand mit Brustmuskeln und Bauchmuskeln

Brustwand mit Übergang zu den Bauchregionen. Die Brustmuskulatur ist die Skelettmuskulatur, die beim Fitnesstraining und Bodybuilding bevorzugt wird.

Dieser Körperabschnitt kann in Brustwand und Bauchwand unterteilt werden. Die knöcherne Grundlage bilden irn Bereich der Brustwand die Rippen (Costae), das Brustbein (Sternum) und das Schlüsselbein (Clavicula), obwohl letzteres zum Schultergürtel gehört. Alle 12 Rippenpaare beginnen an den Brustwirbeln (Vertebrae thoracicae) und setzen bis auf die letzten zwei direkt oder indirekt am Brustbein an. Die Zwischenrippenräume enthalten die segmental angeordneten Gefäße und die Leitungsbahnen der Nerven.

Die gleichfalls segmental angelegten Zwischenrippenmuskeln (Mm. intercostales externi et interni) verändern bei der Kontraktion den Brustkorb in seiner Gesamtheit und sind neben dern Zwerchfell (Diaphragma) die eigentlichen Atemmuskeln. Die oberflächliche Brustfaszie (Fascia pectoralis) grenzt das Unterhautgewebe gegen die ventralen Gürtelmuskeln ab

Brustdrüse und Brustmuskulatur der Brust

Die Brustdrüse liegt außerhalb dieser Faszie im Unterhautfettgewebe. Der große Brustmuskel (M. pectoralis major) beginnt mit seinen Ursprüngen am Schlüsselbein, am Brustbein und den hier angrenzenden Rippenflächen, aber auch im Bereich des vorderen Blattes der Rektusscheide. Seine Großflächigkeit ist durch die Haut gut zu erkennen. Zur Schulter hin drängen sich die Fasern zusammen, wobei die von unten kommenden Teile sich unter die oberen schieben und so gemeinsam die vordere Achselfalte bilden. Daher kann der große Brustmuskel den Schultergürtel senken, heben und nach vorn verschieben. Die direkte Funktion betrifft jedoch das Heranführen (Adduktion) des Armes bis zur Überkreuzung der Arme vor dem Körper, die Hebung nach vorn (Anteversion) und die Innenrotation. Ist der Arm aufgestützt, hilft er bei der Einatmung (Inspiration). Seine Versorgung übernehmen die Nn. pectorales aus dem Armgeflecht (Plexus brachialis).

Beim Ausfall der einen Seite kann die Hand nicht auf die gesunde Schulter gelegt werden. Ihm folgt, durch Faszienzüge getrennt, der kleine Brustmuskel. Er hebt den Brustkorb. Der seitlich vordere Sägemuskel (M. serratus anterior) besitzt eine eigene Faszie und liegt flach der Thoraxwand an. Seine Ursprungszacken sind gut im Wechsel mit den Ursprüngen des äußeren schrägen Bauchmuskels (M. obliquus externus abdominis) in einer zackenförmigen Linie zu sehen. Er wandert unter dem Schulterblatt zu dessen innerem Band (Margo medialis) und zum unteren Winkel (Angulus inferior). So führt er den unteren Schulterblattwinkel nach vorn. Dadurch kommt die Schulterhöhe (Acromion) nach hinten, und der Arm kann über die Horizontale erhoben werden.

Bauch mit Bauchwand und Bauchmuskeln

Die Schichten der Bauchwand sind für die Bewegungssmöglichkeiten, die Stabilität und den Schutz der Eingeweide verantwortlich, da das Skelett nur randbildend erscheint. Das Unterhautbindegewebe ist von Fettgewebe durchsetzt. Danach folgt die allgemeine Körperfaszie. An sie schließen sich die schrägen, queren und geraden Bauchmuskeln mit ihren Sehnenplatten (Aponeurosen) an. Diese erreichen vor oder hinter dem geraden Bauchmuskel (M. rectus abdominis) als Rektusscheide mit einem vorderen und einem hinteren Blatt die Mittellinie (Linea alba). Die sehnigen Unterbrechungen (Intersectiones tendineae) des geraden Bauchmuskels sind fest mit der Muskelscheide verwachsen und bilden die Voraussetzungen für die Kontraktion seiner Einzelabschnitte. Innen von der Rektusscheide liegt die Fascia transversalis, danach folgt das seitliche Bauchfell (Peritoneum parietale).

Muskulatur des Rumpfes mit Brustmuskeln und Bauchmuskeln.
Bauchwand bestehend aus oberflächliche Bauchmuskeln: seitliche Bauchmuskeln Musculus obliquus externus abdominis, Musculus obliquus internus abdominis, Musculus transversus abdominis und vordere bzw. mittlere Bauchmuskeln Musculus rectus abdominis, Musculus pyramidalis; tiefe Bauchmuskulatur Musculus quadratus lumborum und Musculus iliopsoas (?).

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