Gesundheit und Medizin

Liposuktion von Fettgewebe

Die Haut (Derma, Cutis) übernimmt wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels. Sie besteht aus mehreren Hautschichten: Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis). Die Lederhaut, aus elastischen Kollagenfasern bestehend, verbindet Oberhaut und Unterhaut. Diese Schicht grenzt an die Unterhaut und wird bei Lockerung des Bindegewebes und zusätzlichen Einlagerungen großer Fettzellen im Fettgewebe die Problemzone vieler Frauen. Die Unterhaut, aus läppchenartigen Inseln von Fettgewebe mit Bindegewebssepten bestehend, kann bei Bedarf Fettreserven mobilisieren.

Fettabsaugung Liposuktion Fett der Frau bei Cellulite
Bereiche zur Fettabsaugung bei Frauen; häufigste Körperzonen sind Liposuktion am Bauch, an Oberschenkeln (Reithosen), Oberarme, Fettpolster am Gesäß, am Rücken und an den Hüften.
Fettabsaugung Liposuktion Fett Körperfett beim Mann
Typische Areale zur Fettabsaugung beim Mann. Problemzonen stellen auch für viele Männer eine Belastung dar, die hartnäckigsten Fettpolster befinden sich an Bauch und Hüften.

Schönheitsoperation Fettabsaugung

Fettabsaugung (Liposuktion) ist eine Schönheitsoperation, bei der Fettzellen an bestimmten Stellen unter der Haut mit Kanülen abgesaugt werden. Neben geeigneter Gerätschaft ist vor allem das Können und die Erfahrung des Operateurs für das Gelingen des Eingriffs entscheidend. Der Chirurg sollte über ein gewisses Gefühl für Fettgewebe verfügen, welches man schulisch nicht erlernen kann. Überwiegend werden bei der Fettabsaugung gute Ergebnisse erzielt, dennoch gibt es bei jeder Operation allgemeine Risiken und spezifische Komplikationen, die mit der Eigenheit des Eingriffes verbunden sind.

Plastische Chirurgie, Fettabsaugung Liposuktion Fett Fettgewebe bei Frau und Mann
Entfernen von Fettgewebe durch Fettabsaugung (Liposuktion), die Haut während und nach der Schönheitsoperation.
Fett Fettgewebe weiße und braune Fettzellen Adipozyten
Fettgewebe und Fettzellen (Adipozyten); weiße und braune Fettzelle. Fettzellen werden vom Körper abgebaut, doch ständig durch neue ersetzt.

Wie bei jedem anderen Eingriff kann es nach der Operation zu Schmerzen, Infektionen, Blutungen u.a. kommen. Mit der Fettabsaugung ist es möglich, Fettgewebe zu entfernen – möglicherweise nicht dauerhaft. Die Fettabsaugung bietet eine wirkungsvolle Lösung für Problemzonen wie Hüften, Reithosen und Unterbauch. Viele Fettpolster sind gegen Diäten und Fitness-Programme immun. Das liegt daran, dass mit diesen Methoden nur das Gewicht der Fettzellen reduziert werden kann, nicht aber deren Anzahl.

Methoden der Fettabsaugung

Es gibt verschiedene Methoden der Fettabsaugung. Zu den klassischen Methoden gehört die Tumeszenz-Absaugung, bei der der Chirurg eine Mischung aus physiologischer Kochsalzlösung und einem lokal wirkenden Betäubungsmittel in die Fettschicht spritzt, die nach der Behandlung durch eine Kanüle wieder abgesaugt wird. Eine recht neue Technik bei der Fettabsaugung ist die wasserstrahl-assistierte Absaugung, bei der ein hauchdünner Wasserstrahl unter hohem Druck das Fett löst und absaugt. Hierbei wird nur mit geringen Mengen Tumeszenz-Lösung gearbeitet. Von chirurgischer Seite gehört viel Erfahrung und Fingerspitzengefühlum eine ebenmäßige Kontur zu gestalten und nicht alle Fettzellen radikal zu entfernen.

Leben nach der Liposuktion

Keine Fettabsaugung reicht aus, das “fettige” Problem dauerhaft zu lösen. Nach den Behandlungen ist es unbedingt erforderlich, sein Lebenswandel neu zu überdenken und Änderungen vorzunehmen. Sport, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung die reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen ist, hilft nicht nur gesund zu leben, sondern auch, übergewichtige Fettposter und Cellulite auf Dauer zu bekämpfen.

Darstellung Übergewicht bei Mann und Frau mit der typischen männlichen Apfelform und weiblichen Birnenform bei der Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas).
Kanülen zur Absaugung von Fett Körperfett, Fettabsaugung Liposuktion
Entfernung der Emulsion aus dem Fettgewebe erfolgt mit Spezialkanülen, Durchmesser von 3 bis 8 mm ermöglichen schnelles Arbeiten, eine aufwendigere Methode ist die Verwendung von Mikrokanülen mit einem Durchmesser von 1 bis 2,5 mm.

Bilder: © MediDesign Frank Geisler

Die Bilder können direkt über das Bildarchiv www.medical-pictures.de erworben werden.

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