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Haut und Haar

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Anatomie Haut Derma Kutis und Histologie Haar Pili des Menschen
3D-Schnitt durch Haut und Haar: 1 = Oberhaut (Epidermis), 2 = Lederhaut (Dermis), 3 = Unterhaut (Tela subcutanea), 4 = Hornschicht (Stratum corneum), 5 = Keimschicht (Stratum germinativum), 6 = Papillarkörper (Stratum papillare), 7 = Netzschicht (Stratum reticulare), 8 = Fettschicht (Panniculus adiposus), 9 = Arterien, 10 = Venen, 11 = Lymphgefäße, 12 = Haare (Pili), 13 = Talgdrüse, 14 = Haarschaft, 15 = Haarwurzel, 16 = Haarmuskel (M. arrector pili), 17 = Schweißdrüse, 18 = Kapillargebiet, 19 = Meißner Tastkörperchen, 20 = Vater-Pacini-Lamellenkörperchen, 21 = oberflächliche Faszie, 22 = quergestreifte Muskulatur

Anatomie Haut (Derma, Cutis) und Haar (Pilus, Capillus)
Anatomie und Histologie Haut Cutis mit Schichten der Oberhaut EpidermisAnatomie Haut Cutis, Histologie Bindegewebe mit Fibroblast

Epidermis (Oberhaut), ein Epithelgewebe, ein mehrschichtiges verhornendes Plattenepithel das die eigentliche Schutzhülle gegenüber der Umwelt ist. Auch die Lederhaut besteht aus unterschiedlichen Schichten: die Zapfenschicht (Stratum papillare) und die Netzschicht (Stratum reticulare), ein dichtes Netz aus Kollagenfasern parallel zur Körperoberfläche verlaufend, gefüllt mit elastischem Bindegewebe; Fibroblasten (Bildvergrößerung), im Bindegewebe vorkommende Zellen die bei der Synthese der Interzellularsubstanz (extrazellulären Matrix) wichtig sind.

Anatomie Haut, Bindegewebe der Haut bei Orangenhaut CelluliteAnatomie Haut, Fingernagel Nagel Nagelplatten der Epidermis am Finger

Geschwächtes Bindegewebe der Haut führt zu Cellulite (Orangenhaut). Die Fingernägel, (Nägel, Nagelplatten) sind Abkömmlinge der Epidermis, sie bilden sich an der Nagelwurzel in der Nageltasche der Finger aus Hornplatten.


Anatomie Histologie Haar Pili, Haarwurzel Bulbus mit Haarfollikel Haarbalg Folliculus pili
Oberfläche menschliches Haar mit Haarschuppen der Schuppenschicht (Haarkutikula, Cuticula); Histologie Cuticula, Cortex und Medulla; Haarwurzel (Bulbus) mit Haarfollikel (Haarbalg, Folliculus pili).

Anaphase Katagenphase Telogenphase des Haarzyklus der Haare Pili
Der Haarzyklus verläuft in Phasen, die sich ständig wiederholen, von links nach rechts: Anagenphase (Wachstum, Wachstumsphase), Katagenphase (Übergang und Rückbildung), Telogenphase (Ruhe und Abstoßung), Rückkehr zur Anagenphase.
Physiologie Temperaturregulation Thermoregulation Körpertemperaturregulation, Temperatursinn Thermorezeption der Haut
Temperaturregulation (Thermoregulation, Körpertemperaturregulation) der Haut bei Kälte und Wärme; Temperatursinn (Wärmesinn, Thermorezeption) ist die Fähigkeit des Menschen, Unterschiede bzw. Änderungen der Umgebungstemperatur wahrzunehmen.

Anatomie Histologie Nerven mit Sinneszellen, Rezeptoren der Haut
Sinneszellen der Haut: Freie Nervenendigung, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Tastkörperchen, Merkel-Tastscheibe und Meissner-Tastkörperchen. Sinneszellen als Rezeptoren kann man grob mit einem biologischen Sensor vergleichen.

Bilder: © Frank Geisler 2016

Im medizinischen Bildarchiv www.medical-pictures.de können die Grafiken per Download erworben werden.



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Anatomie Haut und Haar

Die Haut (Derma, Cutis) ist das größte Organ des Menschen, das die Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt bildet und den menschlichen Körper vor pathologischen Keimen, Sonnenlicht und Austrocknung schützt. Zusammen mit den Hautanhangsgebilden wie Haaren, Nägeln, Schweißdrüsen und Talgdrüsen erfüllt die Haut eine Vielzahl von Aufgaben.
Die äußere Haut gliedert sich in drei Hauptschichten mit unterschiedlichen Funktionen: die Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis, Corium) und die Unterhaut (Subcutis). Lederhaut und Oberhaut bilden zusammen die Cutis.
Die Lederhaut ist elastisch und enthält einen hohen Anteil locker ineinender verflochtenes Bindegewebes. Genau wie die Oberhaupt besteht auch die Lederhaut aus unterschiedlichen Schichten: die Zapfenschicht (Stratum papillare) und die Netzschicht (Stratum reticulare). Ein dichtes Netz aus Kollagenfasern parallel zur Körperoberfläche verlaufend, gefüllt mit elastischem Bindegewebe hält alles zusammen. Diese Konstruktion in der Haut sorgt für Festigkeit und Elastizität des Hautgewebes. Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe, in das Fettpolster eingelagert sind. Durchzogen wird das Bindegeweben von Ausläufern der festen Fasern der Lederhaut. Diese Fasern sind fest mit der unter der Subcutis liegenden Körperfaszie verbunden.

Die Haare (Pili, Capillus, Crinis, Coma) sind Hautanhangsgebilde in Form von langen Hornfäden, die zum größten Teil aus Keratin bestehen und mit wenigen Ausnahmen auf fast allen Hautarealen des Menschen vorkommen. Das Haar ist grob in drei Schichten aufgebaut: Cuticula, Cortex und Medulla. Die äußerste Schicht, die Cuticula (Schuppenschicht) besteht aus flachen, übereinandergreifenden, verhornten, abgestorbenen Zellen. Der Cortex (Faserschicht, Faserstamm) macht den größten Teil des Haaranteils aus. Die im Faserstamm sonst so geordnete Struktur fehlt hier. Die Medulla (Markkanal) besteht teilweise aus Hohlräume. Im unteren Bereich der Lederhaut entsteht das Haar an der Haarpapille. In der Haarwurzel (Radix pili) wird das Haar gebildet und über Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt. Hier entstehen die Haarbausteine, die dem Haar Stabilität verleihen. Zahlreiche Melanozyten in der Matrix geben ihre Pigmente an das entstehende Haar ab - Haarfarbe. Der Haarfollikel umschließt die Haarwurzel von außen und besteht aus Haarpapille (Papilla pili) und Wurzelscheide. Er ist von empfindlichen Nervenenden umgeben, welche jede Bewegung des Haares wahrnehmen. Entlang des Follikels liegt ein Bündel glatter Muskelzellen (Musculus arrector pili), welches bei Kälte oder Stress das Haar aufrichten kann.